Hinweis

Bis auf weiters finden in den Kirchen und Einrichtungen der Pfarrei keine Gottesdienste statt. Die Gemeinde und Jugendheime bleiben geschlossen. Sämtliche weiteren Veranstaltungen werden verschoben oder entfallen. Auch die Gottesdienste zu an den Kar- und Ostertagen entfallen.
Die Gemeindebüros werden, so weit möglich, weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein. Wir empfehlen allerdings nach Möglichkeit eine Kontaktaufnahme per Telefon.
Unsere Kirchen bleiben bis auf weiteres für das persönliche Gebet geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie hier und auf der Seite Kirche »digital«

Prävention in der Pfarrei St. Lambertus

Sehr geehrte Interessierte,
Liebe Pfarrgemeindemitglieder,

wir begrüßen Sie sehr herzlich auf dieser neuen Internetseite unserer Pfarrei.

Zum einen stellen wir Ihnen hier die Aufgaben und Inhalte der Präventionsordnung „zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ vor, und zum anderen finden Sie hier jederzeit Tipps, Ansprechpartner und konkrete Handlungsabläufe für den „Fall der Fälle“.

Machen Sie sich - wenn Sie mögen - mit den Empfehlungen vertraut, oder vergewissern Sie sich, dass Sie - sollten Sie einmal von Kindern oder Jugendlichen ins Vertrauen gezogen werden - diese Situation nicht allein bewältigen müssen. Sie werden Rat und praktische Hilfe durch geschulte Personen unserer Pfarrei erhalten!

Unterstützen Sie uns bitte bei  unserem Projekt „Hinsehen und schützen“

 

1: Warum wurde die Präventionsordnung (PO)verfasst und erlassen?

Sicherlich hat das Bekanntwerden sexueller Übergriffe nicht nur in der katholischen Kirche dazu beigetragen, eine ordentliche Handlungsdirektive zu verfassen. Dazu gehört auch der bisher z. T. unzulängliche Umgang mit den Betroffenen auf beiden Seiten der Fälle. Darüber hinaus soll und kann mit dieser PO das Klima und der Umgang der Katholiken untereinander und unseren Gästen gegenüber grundlegend verändert werden. Das gilt in besonderem Maße für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen! Gewalt soll keinen Raum mehr bei uns finden, respektvoller Umgang untereinander soll unser Standard sein!

 

2: Steht zunächst ein Personenkreis unserer Pfarrei unter Generalverdacht?

Nein! In dieser  PO geht es eben nicht darum mögliche Tätergruppen zu benennen oder unter Beobachtung zu stellen. Vielmehr soll jede einzelne Person unserer Pfarrei  - ganz gleich wo Sie/Er sich einbringt - dafür gewonnen werden, unsere katholische Kirche zu einem sicheren Raum zu machen, in dem Respekt untereinander herrscht, und in dem es potenziellen Tätern möglichst erschwert wird, Schwächen unseres Systems für seine Tat auszunutzen! Wir sind auf die Mitarbeit jedes Menschen und auf seine spezielle Erfahrung aus seinem Tätigkeitsbereich  angewiesen!

 

3: Worum geht es im Kern der Präventionsordnung?

-Gewalttaten sollen im Rahmen unserer Kirche möglichst verhindert, zumindest aber so weit wie möglich erschwert werden! Wir möchten dazu beitragen, die Fallzahlen in unserer Gesellschaft deutlich zu senken.

- Unsere Mitglieder und Mitarbeiter sollen alle gleich gut darin geschult sein, auf welche kritischen Umstände in unserem Umfeld zu achten ist, und wie wir richtig und hilfreich reagieren, sollte ein entsprechender Fall eintreten.

- Wir erhoffen uns durch den mit bedacht gewählten respektvollen Umgang miteinander eine neue Betonung des eigentlichen Grundsatzes unseres Glaubens: “gelebte Nächstenliebe“. Wirklich gelebte Nächstenliebe schafft vertrauensvolle und geschützte Bereiche!

- In Ausübung der durch Jesus geforderten Nächstenliebe soll durch diese PO deutlich werden, dass sich die katholische Kirche um unsere Gesellschaft bemüht, Verantwortung übernimmt, und dabei auch ganz konkrete, rasch greifende Hilfe und entsprechende Ansprechpartner anbietet! Und diese Hilfe bieten wir in erster Linie dem Opfer, und unserem Grundsatz folgend auch dem Helfer und dem Täter an.

 

4: Was erwartet mich in der Schulung?

In unseren Kursen wird zwar „Klartext“ gesprochen, dies jedoch in einer moderaten und achtsamen Weise! Der Themenbereich, der sich mit sexualisierter Gewalt befasst, bildet nur einen kleinen Teilbereich der Schulung. Darüber hinaus befassen wir uns mit grundsätzlichen Theorien, Mechanismen, möglichen Gefahren und mit ganz konkreten Handlungsleitfäden, die sich speziell auf unsere Pfarrei beziehen.

 

5: Warum kann ich jederzeit zu jenem Menschen werden, dem sich ein Kind oder Jugendlicher anvertraut? Ist das nicht sehr unwahrscheinlich?

Ja, es ist wohl sehr unwahrscheinlich…

Jedoch müssen wir damit rechnen, dass  Kinder unser Ehrenamt/ unsere Aufgabe an unsere Person  koppeln. Somit werden wir - aus Sicht der Kinder - zu festen Bestandteilen unserer Kirche, in der sie sich ggf. Hilfe und Verständnis erhoffen. Jetzt reicht irgendein weiterer Faktor, um für das Kind zu einem Vertrauten zu werden, dem es sich öffnet: etwa Ähnlichkeit mit einem geliebten Familienmitglied, passende Altersstufe, Sympathie oder ein aufmunterndes Lächeln unsererseits.

 

Schlagworte:

 

Je mehr Menschen sich an unserem Projekt beteiligen und sich schulen lassen, desto dichter wird der Schutzteppich, auf dem unsere Kinder und Jugendliche sicher  spielen und leben können!

Im Schnitt muss ein Kind sich an 7 Personen wenden und sich damit siebenmal überwinden, um auf einen Menschen zu treffen, der ihm glaubt, oder aber Hilfe anbietet!

 

Schreckliche Kriminalstatistik für Deutschland im Jahr 2012:

Angezeigte Fälle

Fälle pro Jahr: 13.000

das heißt:

36 Fälle pro Tag

Durch die Kriminalpolizei geschätzte Dunkelziffer für gleichen Zeitraum:

Fälle pro Jahr: 260.000

das heißt:

712 Fälle pro Tag

 

Ich erkenne einen potenziellen Täter normalerweise nicht an typischen Eigenschaften!

Den /Die typischen Täter / Täterin treten eher in Kriminalromanen auf…

Unsere Kirche baut auf die Mithilfe und Erfahrung unserer Mitglieder!

Kirche soll ein sicherer Ort sein!

Möglichen Tätern wollen wir es massiv erschweren, unter uns Taten zu begehen!

Gewalt soll keinen Platz mehr in unserer Kirche haben!

Neben der sexualisierten Gewalt, gibt es leider weiterhin eine Vielzahl von Gewaltformen unter uns, die wir vermeiden und verhindern müssen!

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links zu weiterer Information als PDF-Dateien:

Neu: Institutionelles Schutzkonzept der Pfarrei St. Lambertus

Einladung zur Präventions-Schulung unserer Pfarrei

Handlungsleitfaden bei Vermutung sexualisierter Gewalt

Handlungsleitfaden bei Grenzverletzung

Handlungsleitfaden bei Erzählung

Präventionsordnung für das Bistum Essen

Selbstverpflichtungserklärung

 

 

Einladungstext zur pfarrinternen Schulung

 
 


Katholische Kirchengemeinde St. Lambertus

Frankenstr.138

45134 Essen                                                                                                                                  

Tel. 0201 / 44 17 32

Fax 0201 / 44 49 56

email: St.Lambertus.Essen@bistum-essen.de

 

 

Schulung für alle Mitarbeitenden gegen sexualisierte Gewalt

                                                                                                                                                            

Sehr  geehrte Damen und Herren,

Liebe Angehörige unserer Pfarrei,

 

sicher haben Sie den Medien entnommen, dass immer wieder Kinder und Jugendliche  Opfer von Missbrauch und Gewalt geworden sind.  Leider haben sich solche Übergriffe auch in unserer katholischen Kirche ereignet. Darauf  haben alle Bistümer in Deutschland reagiert und bitten jetzt um Ihre Unterstützung!

Alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter unserer Gemeinden sollen künftig  geschult werden, um das Umfeld, das wir unseren Kindern und Jugendlichen bieten, sicherer und lebenswerter zu gestalten.

Das behandelte Thema mag zum Teil unangenehm oder befremdlich sein…

Sie können aber entscheidend zur Sicherheit beitragen, indem Sie unsere Schulungsangebote nutzen und sich in unserer Pfarrei ausbilden lassen. Unsere Veranstaltung ist in Form eines Vortrages gehalten, so dass niemand in die Lage kommt, seine eigenen Gedanken oder Erfahrungen vor den anderen Teilnehmern preisgeben zu müssen.

Helfen Sie uns bitte dabei  - vor allem sexualisierte -  Gewalt  in unserem Umfeld  möglichst auszuschließen. Tragen Sie durch Ihre Teilnahme dazu bei, unsere katholische Kirche für die nächsten Generationen entscheidend mitzugestalten. Unterstreichen wir künftig die Stärken unseres Glaubens: das Miteinander, die Fürsorge und die gelebte Nächstenliebe;  und letztlich: prägen Sie -gemeinsam mit allen Katholiken in ganz Deutschland - das Leitbild unserer Kirche im Umgang untereinander und im Auftreten nach außen mit:

Wir respektieren  Kinder und Jugendliche! Wir setzen uns dafür ein, Gewalt und besonders sexualisierte Gewalt  von allen Kindern und Jugendlichen fernzuhalten! Die jungen Menschen sind bei uns willkommen!

 

Mit dieser ersten Einladung wenden wir uns an folgende Gruppen in unserer Pfarrei: ehrenamtliche Küster/innen und Bürokräfte, Lektor/inn/en, Kommunionhelfer/inn/en, Mitarbeitende in den Pfarrbüchereien, Mitarbeitenden bei Familienmessen und Kinderkatechesen. Wir möchten darauf hinweisen, daß es für die Mitglieder der Gemeinderäte, des Kirchenvorstands, für Katechet/inn/en bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung und andere Gruppen eigene Treffen geben soll. Nach und nach werden wir noch weitere Gruppen in der Pfarrei ansprechen.

Die hauptamtlichen Seelsorger/innen haben bereits einen Kurs mit größerem Umfang auf Bistumsebene absolviert.

 

Wir bieten Ihnen Termine  an und laden Sie herzlich ein, sich einen davon auszusuchen und sich im Pfarrbüro telefonisch oder per email verbindlich dazu anzumelden. Sollte keiner der Termine Ihnen zusagen, so ist das nicht schlimm, denn es werden weitere folgen. Sie können in diesem Fall auch später noch teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 15 begrenzt:

 

Alle Kurse finden im Pfarrheim St. Lambertus, "Altes Brauhaus",
Am Glockenberg 40, in Rellinghausen statt.

                              

Die Dauer der Schulung beträgt 3 Zeitstunden.

Die von den Bischöfen erlassene Präventionsordnung sieht jedoch auch umfangreichere Kurse vor. Diese richten sich an Menschen, die intensiveren regelmäßigen Kontakt mit Kindern haben. Wir planen, diese Vorgabe dadurch zu erfüllen, daß wir eine zweite Einheit, aufbauend auf dem hier vorgestellten Basiskurs, zu einem späteren Zeitpunkt anbieten. Sollte es jedoch Interessenten geben, die beide Teile besuchen und an einem einzigen Tag haben wollen, so wäre auch das demnächst möglich. Bitte teilen Sie uns das ggf. mit.

 

Diese Einladung wirft möglicherweise im Vorfeld bereits Fragen bei Ihnen auf. In diesem Falle sprechen Sie uns gerne an, indem Sie im Pfarrbüro anrufen oder eine email schreiben. Sie können auch mit den Seelsorger/innen Ihrer Gemeinde vor Ort sprechen, denn diese sind über dieses Angebot informiert.

 

Vielen Dank, für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen!

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Deppe                                                                                       Klaus Hofmann
Pfarrer                                                                                               Schulungsreferent

 

 


allgemeine Informationen und Links

Bistümer

Prävention in den Bistümern

Informieren Sie sich über die Präventionsbeauftragten der Diözesen, über die Maßnahmen der Bistümer in NRW und finden Sie Informationen zu den Themen „Sexueller Missbrauch“ und Prävention auf den Internetseiten der deutschen Bistümer.
Mehr Informationen

 

Rahmenordnung

Rahmenordnung Prävention

gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz.
Zur Rahmenordnung (Neufassung vom 16.09.2013)