Lockdown in der Kirche ???

Darf es das geben?

Wer entscheidet das eigentlich?

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher,

wenn bei uns die Gottesdienste ausfallen, ruft das unterschiedliche Reaktionen hervor: Die einen stimmen zu und finden es vernünftig, andere protestieren und halten es für etwas, das niemals hätte passieren dürfen. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich alle anderen Stellungnahmen. Insofern bildet eine Pfarrgemeinde unsere Gesellschaft ab, in der es ja auch die verschiedensten Standpunkte zu Lockdown und Coronakrise gibt.

Angesichts der Fragen und Befürchtungen, aber auch der Vorwürfe, halte ich es für gut, den Entscheidungsweg einmal zu beschreiben, auf dem die Maßnahmen für unsere Pfarrei entstehen.

Zunächst eine gute Nachricht: Es droht keine Pastoraldiaktatur!

Der Weg der Entscheidungsfindung ist weder willkürlich noch rätselhaft, sondern ergibt sich ganz folgerichtig aus der Struktur der Gremien und aus gesetzlichen Bestimmungen:

Den ersten Schritt kennen wir aus den Medien: Bundesregierung und Lände einigen sich auf Maßnahmen. Diese werden veröffentlicht und auf Landesebene umgesetzt.

 

Die Staatskanzlei bespricht die für die Kirchen wichtigen Regelungen mit Vertretern der fünf (Erz-)Bistümer in Nordrhein Westfalen.

 

Der Krisenstab des Bistums Essen leitet daraus sowohl Vorschriften als auch Empfehlungen ab, die an die Pfarreien und alle anderen Einrichtungen im Bistum Essen weitergegeben werden.  Zu den unumgänglichen Vorschriften gehören z. Bsp.:

  • Das Tragen von Masken.
  • Desinfektionsvorschriften
  • Anmeldevorschriften und Rückverfolgbarkeit
  • Das Abhalten von Konferenzen auf digitalem Wege (Videokonferenzen).

Zu den Empfehlungen gehören u.a.:

  • Taufen und Trauungen sollen verschoben werden.
  • Es soll geprüft werden, ob Gottesdienste gehalten werden können oder nicht.

 

Da jede Pfarrei ein eigener Rechtsträger ist, muss nun in jeder Pfarrei die Umsetzung stattfinden. Für die Beschlussfassung ist der Kirchenvorstand zuständig, für die pastorale Ausgestaltung das Pastoralteam und der Pfarrgemeinderat.

Der Kirchenvorstand hat daher schon vor längerer Zeit einen "Coronaausschuss" gebildet. Ihm gehören 6 Kirchenvorstandsmitglieder an, also sechs bei der letzten Kirchenvorstandswahl gewählte Pfarrmitglieder, 3 Frauen und 3 Männer.

 

Dieser Ausschuß, der sich mit dem Pfarrer austauscht, legt dem Kirchenvorstand Empfehlungen vor. Der Kirchenvorstand, der aus 16 gewählten Pfarrmitgliedern aus allen Gemeinden der Pfarrei unter Vorsitz des Pfarrers besteht, stimmt darüber ab. Der Pfarrer bittet ausserdem Pfarrgemeinderat und Pastoralteam um ein Votum zur Empfehlung des Coronaausschusses.

Dann wird die Entscheidung veröffentlicht.

Damit ist die Arbeit noch lange nicht zu Ende, denn nun können wir keinesfalls abwarten, bis die nächsten Vorschriften von oben kommen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger haben auch nicht die Absicht, die Menschen allein zu lassen. Es kommt nun darauf an, die Seelsorge trotzdem aufrecht zu erhalten so gut es geht:

  • Wie kann die Erreichbarkeit unserer Büros und der Seelsorger/innen gesichert bleiben?
  • Welche Angebote kann man dennoch machen? (offene Kirchen, digitale Impulse, all das,  
  • Was Sie auf unserer Internetseite finden, neue Formen der Erstkommunion- und Firm-vorbereitung, Kooperation mit Schulen und Altenheimen und hundert andere Dinge)
  • Es müssen Menschen gefunden werden, die sich um all das Kümmern. Auch viele Ehrenamtliche helfen dabei mit.
  • Trotz sinkender Einnahmen (z. Bsp. fehlende Kollekten) muss die Wirtschaftlichkeit der Pfarrei gesichert werden, damit nicht coronabedingt weitere Kürzungen drohen.
  • Undundund …

Die Gespräche in unseren Gremien spiegeln die Vielfalt der Ansichten und Standpunkte in der Pfarrei ebenso wieder wie die Vielfalt der Standpunkte in der Gesellschaft. Hinzu kommen Glaubensfragen. Daher ist die Entscheidungsfindung nicht ganz so leicht und auch nicht so geradlinig und einstimmig, wie die obenstehende Beschreibung des Entscheidungs-wegs es nahelegen könnte.

Stellen Sie sich das ruhig als Auseinandersetzung und Ringen um die richtige Lösung vor.

Stellen Sie sich diese Gespräche zum Teil schwierig vor und Sie kommen der Wahrheit näher.

Die Schnelligkeit, mit der man dabei auf aktuelle Entwicklungen reagieren muss, z. Bsp. direkt vor Weihnachten, macht das Ganze zusätzlich kompliziert und fordert von allen Beteiligten, vor allem von den Ehrenamtlichen, hohen Zeitaufwand und persönlichen Einsatz.

Aus der Tatsache, dass im Bistum Essen die Entscheidungen vor Ort jeder Pfarrei selbst zugestanden werden, ergeben sich die wahrgenommenen lokalen und regionalen Unterschiede.

Der Coronaausschuss des Kirchenvorstandes hat in der letzten Pfarrzeitung "WIR 4" seine Kontaktdaten veröffentlicht. Auch das dient der Transparenz: Sie wissen, wer sich mit dem Thema beschäftigt und können bei Bedarf davon Gebrauch machen.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, auf diesem Wege einige Missverständnisse zu beseitigen und wünsche Ihnen weiterhin Kraft undGeduld und vor allem Gesundheit.

Ihr Pfarrer O. Deppe

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Corona-Ausschuss

Über die E-Mail-Adresse corona@pfarrei-lambertus.de können Sie in Kontakt mit uns treten.

Unser Anliegen ist es, durch eine funktionierende Kommunikation mit allen Mitgliedern und Gremien der Pfarrei das Gemeindeleben unter Coronabedingungen, soweit es geht, zu ermöglichen, aber die Gefahren einer Infektion, soweit es geht, zu minimieren.
Wir müssen dazu auf alle Menschen jeden Alters schauen und als Pfarrgemeinde zusammenstehen, damit wir als lebendige Gemeinde die Zeit der Krise bestehen.

Verlängerung der Lockdown-­Maßnahmen bis zum 7. März / Perspektive zur Wiederaufnahme der Gottesdienste

Die Kirchen der Pfarrei St. Lambertus
Geöffnet, aber z.Zt. keine Gottesdienste:
Die Kirchen der Pfarrei St. Lambertus

Der Kirchenvorstand hat mehrheitlich folgenden Beschluss gefasst:  

  • Die bisher geltenden Regelungen werden in Anlehnung an den gesamt-gesellschaftlichen Lockdown bis zum 7. März verlängert.
  • Wenn das Infektionsgeschehen sich nicht verschlechtert (Mutationen) und der Inzidenzwert weiterhin kontinuierlich abnimmt, sollen ab dem 8. März wieder Werktags-Gottesdienste angeboten werden.
  • In diesem Falle sollen am Sa/So, 13./ 14. März die ersten Sonntagsgottesdienste stattfinden.
  • Die Umsetzung dieser Perspektive ist abhängig vom Infektionsgeschehen (Entwicklung der Ausbreitung der Mutanten). Die Hygienekonzepte für die Gottesdienste werden in der ersten Märzwoche nach den staatlichen Vorgaben angepasst.

Pfarrgemeinderat und Pastoralteam wurden befragt und haben dem Beschluss einstimmig (PGR) bzw. mehrheitlich (P.team) zugestimmt.

Das bedeutet:

  • Es finden bis zum 7. März keine Gottesdienste in unseren Kirchen statt.
  • Pfarr- und Gemeindebüros haben keinen Publikumsverkehr, sind aber zu den üblichen Zeiten telefonisch und schriftlich zu erreichen.
  • Pfarr- und Jugendheime bleiben geschlossen und Treffen von Gruppen und Gremien sollen digital stattfinden.
  • Beerdigungsgottesdienste sind möglich, finden aber in Form von Wortgottesdiensten auf dem Friedhof statt.
  • Tauffeiern und Hochzeitsfeiern müssen verschoben werden.
  • Die Ausleihe von Büchern in unseren Pfarrbüchereien ist in kontaktloser Form möglich: Wenn Sie ein Buch ausleihen möchten, dann setzen Sie sich bitte mit der Pfarrbücherei telefonisch in Verbindung. Dort erfahren Sie alles Weitere

Herzlich lade ich Sie ein, die Möglichkeiten zu nutzen, die Ihnen Pastoralteam und Pfarrgemeinderat anbieten, z. Bsp.:

  • Impulse zu den Sonn- und Feiertagen
  • Fastenaktion "Meine Bibel"
  • Zoom-Gottesdienste für Familien und für alle Interessierten
  • ... und einiges mehr, dass Sie auf unserer Homepage und im Schaukasten finden. www.st-lambertus-essen.de

O. Deppe, Pfarrer

Nur gemeinsam sind wir erfolgreich!

Der Corona-Ausschuss des Kirchenvorstands setzt auf Transparenz

Der Kirchenvorstand hat schon Mitte des Jahres eine Arbeitsgruppe aus 6 seiner Mitglieder gebildet, den Corona-Ausschuss, der zuständig ist für alle Hygienemaßnahmen in der Pfarrei. Er hat die Aufgabe, Hygienekonzepte nach Maßgabe der Bistumsvorgaben und der Regelungen des Landes NRW zu erstellen und die daraus resultierenden Konzepte für Räumlichkeiten und Veranstaltungen der vier Gemeinden zu überprüfen. Es geht nicht um eine Überprüfung oder Ablehnung des Inhalts von Angeboten, sondern um die Frage der Umsetzung. Der Blick des Ausschusses gilt den Rahmenbedingungen zur weitestgehenden Verhinderung von Infektionen, also der Umsetzbarkeit der Sicherheits-/ Hygienekonzepte.
Als Beispiel für diese Vorgehensweise sei auf die Öffnungen der Büchereien in der Pfarrei hingewiesen, die angepasst an die Räumlichkeiten und „Personal“kapazität unterschiedliche, von den Leiterinnen in Absprache mit dem Ausschuss erarbeitete Wege gehen.

Diese Aufgaben und das Vorgehen des Ausschusses sind nicht allen Gemeindemitgliedern bekannt. Um größere Transparenz, eine gute Kommunikation und auch kürzere Wege bei Planungen, Problemen und Fragen in den Gemeinden zu schaffen, stellt sich der Ausschuss vor und bietet sowohl eine Mail-Adresse, an die die Anliegen schriftlich geschickt werden können, als auch die privaten Telefonnummern der Mitglieder des Ausschusses an, um die Möglichkeit der schnellen Nachfrage und Erklärung zu geben. Alle Gemeinden sind im Ausschuss vertreten: Stephan Booms, Monika Dommers, Max Hüls, Guido Knigge, Grace Raatz und Barbara Schürmann-Preußler
Über die E-Mail-Adresse corona@pfarrei-lambertus.de können Sie in Kontakt mit uns treten.

Unser Anliegen ist es, durch eine funktionierende Kommunikation mit allen Mitgliedern und Gremien der Pfarrei das Gemeindeleben unter Coronabedingungen, soweit es geht, zu ermöglichen, aber die Gefahren einer Infektion, soweit es geht, zu minimieren.
Wir müssen dazu auf alle Menschen jeden Alters schauen und als Pfarrgemeinde zusammenstehen, damit wir als lebendige Gemeinde die Zeit der Krise bestehen.

Hygienekonzept für die Gemeinderäume der Pfarrei St. Lambertus

Das Hygienekonzept der Pfarrei St. Lambertus orientiert sich an den aktuellen Bekanntmachungen des Bistums Essen – Bischöfliches Generalvikariat, Krisenstab – COVID 19:
Hinweise zur stufenweisen Öffnung der Anti-Corona-Maßnahmen des Landes NRW und den Folgen für die Pfarreien
- Stand: 15.07.2020 -

Danach gelten für die Räume der Pfarrei St. Lambertus die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln:

  • Der Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten
  • Das Tragen von Mund- und Nasenschutz ist im ganzen Haus verpflichtend, am festen Sitzplatz darf die Maske abgelegt werden.
  • Nach dem Betreten des Hauses sind die Hände zu desinfizieren (gründliche Handwäsche auch möglich).
  • Die Nutzung des Hauses erfolgt nach Voranmeldung durch die Gruppenleiter im angemeldeten Raum unter Beachtung der für den Raum festgelegten Höchstzahl von Besuchern.
  • Personen, die Krankheitssymptome, wie z.B. Husten, Schnupfen zeigen, dürfen das Haus nicht betreten, der Gruppenleiter muss sich vorab von der Gesundheit der Teilnehmer überzeugen und bei Krankheitssymptomen den Zutritt verweigern.
  • Für die Rückverfolgbarkeit werden durch den Gruppenleiter die Kontaktdaten aller Teilnehmer aufgenommen, die Liste wird in einem geschlossenen Umschlag bis zu ihrer Vernichtung im Gemeindebüro unter Verschluss gehalten.
  • Im Haus ist eine Einbahnregelung einzurichten bzw. es ist bei baulichen Gegebenheiten, die diese nicht zulassen, dem Gegenverkehr auszuweichen (z.B. Nutzung von Treppen gleichzeitig nur eine Richtung).  Daher muss beim Betreten und Verlassen des Hauses eine klare Trennung/ ein zeitlicher Abstand zwischen den Gruppen beachtet werden.
  • Die Räume müssen gut gelüftet werden, bei gutem Wetter/ Temperaturen durchgängig während der Nutzung, im späten Herbst und Winter durch Stoßlüftung vor der Veranstaltung, im Abstand von 30 Minuten während und im Anschluss an die Veranstaltung.
  • Getränke und Speisen zum eigenen Verzehr dürfen zu den Veranstaltungen mitgebracht werden, die Küche des Hauses bleibt geschlossen (d.h. auch keine Nutzung von Geschirr, Glas, Besteck).
  • Abfälle sind durch die Gruppe nach der Veranstaltung in die Mülltonnen zu entsorgen.
  • Die Toilettenräume dürfen nur einzeln betreten werden.
  • Die Gemeinde stellt die Reinigung der Sanitäranlagen an jedem Nutzungstag und eine Grundreinigung pro Woche sicher.
  • Nach der Veranstaltung sind die Tische von der Gruppe zu desinfizieren.
  • Der Gruppenleiter wird in das Hygienekonzept eingeführt und bestätigt die Übernahme der Verantwortung für die Einhaltung der Regeln mit seiner Unterschrift.
  • Abweichend von den obengenannten Vorgaben und von den Regeln der Kinder- und Jugendarbeit im Freien gilt für die Kinder- und Jugendarbeit in geschlossenen Räumen bezogen auf Mindestabstand und Maskenpflicht grundsätzlich Folgendes:
  • Kinder- und Jugendarbeit in Räumen kann stattfinden in festen, d.h. genau definierten und schriftlich fixierten Bezugsgruppen bis zu 10 Personen.
  • In diesen Bezugsgruppen dürfen Mindestabstände aufgehoben werden.
  • Bei Minderjährigen bedarf es der Zustimmung der Eltern zu dieser Regelung durch Unterschrift, diese erfolgt einmalig bis auf Weiteres für die Treffen der genannten Bezugsgruppe. Bei Verweigerung der Unterschrift ist eine Teilnahme nicht möglich.
  • Alle anderen Punkte des Hygienekonzepts gelten ohne Einschränkungen.
  • Aufgrund der unterschiedlichen Räumlichkeiten und der unterschiedlichen Häufigkeit der Nutzung der Räume nimmt jede Gemeinde eine Konkretisierung der Umsetzung unter Berücksichtigung aller Vorgaben des Hygienekonzepts für ihre Häuser vor.
  • Eine Vermietung an, damit Nutzung durch externe Personen/Gruppen ist für die nächste Zeit ausgeschlossen.
  • Veränderungen der Bekanntmachungen des Generalvikariates für das Bistum Essen finden Berücksichtigung in Form von zeitnahen Aktualisierungen des vorliegenden Konzeptes.

Das Hygienekonzept als Download

200802 Hygienekonzept Gemeindeheime.pdf (78,2 KiB)